Zuschussberater

Senioren-Ehepaar lässt sich über die Möglichkeiten eines Treppenlift-kaufs beraten.

Ein Treppenlift steigert nicht nur die Lebensqualität, sondern bewahrt zugleich vor einem ungewollten Umzug in ein Pflegeheim, denn ein Lift schenkt neue Mobilität. Er macht das eigene Zuhause barrierefrei und somit länger bewohnbar. Diesen unschätzbaren Vorzug hat auch die Pflegeversicherung erkannt. Über erhebliche Zuschüsse fördert sie den Kauf eines Treppenlifts und somit eine möglichst selbständige Lebensführung.

Was zahlt die Pflegeversicherung?

Die Höhe eines Zuschusses durch die Pflegeversicherung kann variieren. Eine pflegebedürftige Einzelperson kann für die Anschaffung eines Treppenlifts eine Förderung von bis zu 4.000 Euro beantragen. Sind zwei Pflegebedürftige in einer Wohnung auf die Hilfe eines Treppenlifts angewiesen, kann sich der Zuschuss entsprechend auf 8.000 Euro verdoppeln. Häufig kommt dieser Fall bei Ehepaaren vor.

Dieses Prinzip ist rechnerisch auch auf Wohnsituationen mit mehr als zwei Pflegebedürftigen übertragbar. Bei drei Bewohnern ist folglich eine maximale Förderung in Höhe von 12.000 Euro möglich, bei vier Personen sind es im besten Fall 16.000 Euro. Dieser Betrag markiert gleichzeitig die Obergrenze der Kostenübernahme durch die Pflegeversicherung. Ein höherer Zuschuss ist auch dann nicht möglich, wenn mehr als vier pflegebedürftige Bewohner unter einem Dach die Finanzierung der Pflegekasse in Anspruch nehmen.

Beachten Sie: Ein Zuschuss ist nur möglich, wenn Sie bereits in eine Pflegestufe eingeordnet wurden. Auch besteht auf diese Art der Bezuschussung kein rechtlicher Anspruch. Bei vorliegender Pflegebedürftigkeit ist die Wahrscheinlichkeit einer solchen Unterstützung erfahrungsgemäß aber sehr hoch.

Weitere Fördermöglichkeiten

Unabhängig von einer Bezuschussung durch die Pflegeversicherung haben steuerpflichtige Personen die Möglichkeit, die Investitionen in einen Treppenlift teilweise von der Steuer abzusetzen. Das Finanzamt kann die Anschaffung als „Außergewöhnliche Belastung“ bewerten und unter Berücksichtigung der individuellen Einkommensverhältnisse zu Ihren Gunsten in die Berechnung der Steuerlast einbeziehen.
Ist die körperliche Beeinträchtigung auf einen Unfall zurückzuführen, sind Leistungen von der Berufsgenossenschaft, dem Versorgungsamt oder auch von einer Haftpflichtversicherung möglich, die den Eigenanteil an den Kosten minimieren können.

Die Finanzierung eines Lifts kann auch durch die Aufnahme eines Darlehens gesichert werden. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, bietet besonders günstige Konditionen. Mit einem speziellen Finanzierungsmodell unterstützt sie Baumaßnahmen, die der Herstellung von Barrierefreiheit dienen. Der Jahreszins beträgt in diesem Fall lediglich 1,00%.

Je nach Bundesland können Sie auch von regionalen Förderungsprogrammen profitieren. Unsere Fachberater informieren Sie gern über finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten in Ihrer Region.